Kein Werk gehört ganz dir selbst, es entgleitet ständig, treibt von
dir fort – und so wachsen mit jedem Mal die Zweifel an den eigenen
Fähigkeiten. Das ist, sozusagen, keine Angst, die einem
gewöhnlichen Menschen eigen ist. Der schöpferische Prozess ähnelt
manchmal dem Moment, in dem du dem Priester an der Kirchentür
begegnest, den Segen empfängst – doch Misstrauen bleibt in dir, weil
du den Betrug auf seinen lächelnden Lippen erkannt hast…
Wenn du es bemerkt hast – heilige Bauwerke entstehen immer an
Quellen heilenden Wassers. Deshalb liegt das Geheimnis im Inneren
des Schreibenden.
Levon Hechoyan
Відредаговано: 02.07.2026